“Die Interkiezionale” – News of the Day

DIGITALES

Auf europäischer Ebene gibt es momentan massive Auseinandersetzung um die Einführung von sog. Upload-Filtern, die von den Platformbetreibern wie Youtube, Facebook u.a. eingebaut werden sollen, um Inhalte kontrollieren zu können. Ein Bündnis digitaler Bürger*innenrechts-Gruppen ruft deshalb für Samstag, den 2.3.2019 um 13 Uhr zur Demo auf: “Mit der Urheberrechtsrichtlinie, über die das europäische Parlament bald abstimmen wird, werden Online-Plattformen verpflichtet, Uploadfilter einzuführen, die urheberrechtlich geschützte Inhalte erkennen und blockieren sollen. Uploadfilter sind Black Boxes, die die Informationsfreiheit im Internet einschränken. Sie verstehen den Kontext von Inhalten nicht, werden das Teilen von Informationen mit Links und kurzen Teasertexten verhindern und Memes, Parodien und Adaptionen blockieren.” –> Link

DDR-BRD-Beziehungen

Das Portal “links-lesen” wählt die Zeitschrift “telegraph” zur Zeitschrift des Monats und stellt deren Geschichte von der DDR-Opposition bis zur heutigen BRD vor: “Unsere Zeitschrift des Monats ist diesmal ein spannendes Medium der Gegenöffentlichkeit: Die Zeitschrift telegraph, das Nachfolgeblatt der legendären „Umweltblätter“ (die von der linken DDR-Opposition von 1987-1989 herausgegeben worden waren), wirft bis heute einen ganz eigenen unangepassten Blick auf Gesellschaft, Geschichte, Kultur und nicht zuletzt auf Berlin.” –> LINK

INNERE SICHERHEIT

Die junge Welt berichtet kritisch über den gerade stattgefundenen Polizeikongress: “Wohin die Reise innen- und außenpolitisch gehen soll, wurde bereits anhand der programmatischen Schwerpunkte der Polizeikongresse der letzten Jahre deutlich. Gepflegte Feindbilder waren und sind vor allem Flüchtlinge, Migranten und Linke. In diesem Jahr stand der »Europäische Polizeikongress« unter dem Motto »Fokus Europa. Migration – Integration – Sicherheit«.” –> LINK

STADTPOLITIK

Am Samstag finden unter dem Motto “Hoch die interkiezionale Solidarität” in unterschiedlichen Bezirken Berlins Demos gegen Gentrifizierung, steigende Mieten und die erzwungene Schließung von Kiezkneipen statt. Die Demos treffen sich schlussendlich am Lausitzer Platz in Kreuzberg. Aus dem Aufruf: “Seit Jahresbeginn haben Liebig34, Syndikat & Potse keine Verträge mehr. Seitdem besetzen die Kollektive ihre Räume. Bald laufen auch der Vertrag der Meuterei & die Duldung der G17A aus. Zeigt euch solidarisch und kommt zur Interkiezionalen diesen Samstag! #WirBleibenAlle” –> Link

Pressespiegel: Globale Frauen*streikbewegung / Global Womens’ Strike

For more articles, check out: Internationaler Pressespiegel auf der Seite des in Deutschland für den 08.03.2019 organisierten Frauen*streiks 

SÜDKOREA
#18.02.2019
S. Korean Women Abandon Makeup to Fight Male Domination

UNITED KINGDOM
#16.02.2019
Council workers say they will strike over care workers’ hours

INDIEN
#15.02.2019
10 students of TN Central University go on hunger strike against sacking of professors. The two assistant professors of Central University of Tamil Nadu were terminated last week for allowing girl students inside the hostel beyond the curfew time.

UNITED KINGDOM
#14.02.2019
Two people arrested after the Home Office is ‘found guilty’ of ‘murder, rape and torture’

GLOBAL
#13.02.2018
In 1893, women in New Zealand won the right to vote after years of campaigning. In many countries, women of color and indigenous women didn’t win suffrage until decades after white women. Saudi Arabia is the most recent country in which women have won the right to vote, in 2015.

UNITED KINGDOM
#12.02.2019
Rousing musical show about a groundbreaking women’s strike. Folk opera Rouse, Ye Women! tells the true story of Mary Macarthur and the women chain-makers who help make history through a strike for fair wages.

INDIEN
#12.02.2019
Central University of TN relaxes curfew for women students in hostels after strike. The action by the authorities, however, came after it terminated two assistant professors for allowing women students to come back late into their rooms.

“Elin Ersson Superhero” – News of the Day

ANTIFASCHISMUS

In Chemnitz gibt es erhebliche Proteste und Demonstrationen gegen ein neues rechtes Zentrum:

FEMINISMUS

Das Oxi-Blog hat eine Presse-Übersicht über das Frauen*streik-Vernetzungstreffen in Berlin und teilweise auch die Streikkonferenz der Gewerkschaften in Braunschweig erstellt –> LINK

GRUNDRECHTE

DIE SZ debattiert und wundert sich über die neuen Eingriffsbefugnisse der Polizei: “Über viele Jahrzehnte hinweg markierte die “konkrete Gefahr” die Schwelle zum Einschreiten für die Polizei. Doch in den vergangenen Jahren gab es eine regelrechte Reformwelle der Polizeigesetze. In einigen Gesetzen entdeckt man einen Hang zur Maßlosigkeit. Wer mit liberalem Rechtsstaatsdenken sozialisiert ist, staunt beispielsweise nicht schlecht angesichts mancher Pläne zur Präventivhaft. Die markanteste Veränderung ist allerdings die schleichende Metamorphose der “Gefahr”.” –> LINK

LINKE GESCHICHTE

Die Monatszeitschrift Analyse und Kritik erinnert: “Heute ist der Geburtstag der Dichterin, Theoretikerin und Aktivistin Audre Lorde und der Schriftstellerin Toni Morrison. Lorde verstarb 1992.”

Audre Lorde:

Toni Morrison:

MIGRATION

In Schweden wird Elin Ersson, eine junge anti-rassistische Aktivistin, zu 300 Euro Geldstrafe verurteilt, weil sie in einem Flugzeug am Flughafen Gotenburg Göteburg durch zivilen Ungehorsam die Deportation eines Mannes in das Kriegsgebiet Afghanistan verhinderte. Hier ihr selbstgedrehtes Video, worth watching, vor allem die Diskussion mit den anderen Flugpassagieren, wtf:

“Naja” – News of the Day

ARBEIT

Der momentane Mindestlohn in Deutschland ist einer Studie zufolge nicht existenzsichernd –> LINK

DIGITALES

Die Fachinformatiker*innen für den Frieden (FifF) präsentieren auf Twitter ihre Vorstellung von freier Software und gutem Design

FEMINISMUS

[ENGLISH] Apple und Google nehmen eine App in ihres Stores auf, mit der Männer in Saudi-Arabien die räumlichen Bewegungen ihrer Ehefrauen kontrollieren und reglementieren können –> LINK

MIGRATION

“Militärs und Vertreter der Sicherheitsindustrie tauschten sich auf der Konferenz “Border Security” über intelligente Grenzsicherung aus.” –> LINK

Der Kölner Stadtrat berät und entscheidet darüber, ob Köln die Partnerschaft für die im Mittelmeer fahrende “Sea-Watch 3” und dort aufgelesene Geflüchtete übernimmt. Die “Seebrücke Köln” mobilisiert für die Abstimmung im Stadtrat: “Endlich gibt es einen Antrag im Kölner Stadtrat zum Beschluss Aufnahme aus Seenot Geretteter! Pünktlich zur Stadtratssitzung machen wir Druck, damit der Antrag angenommen wird. Zeige Solidarität mit den Geflüchteten und Besatzungen auf den Rettungsschiffen auf dem Mittelmeer, die immer wieder als Machtmittel der Politik missbraucht werden. Wir fordern eine weitergehende Patenschaft der Stadt Köln für das Seenotrettungsschiff “Sea-Watch 3″! Wir wollen den Rettern und Geflüchteten Rückhalt geben, denn Seenotrettung ist kein Verbrechen. Köln soll ein sicherer Hafen werden!” –> LINK (achtung: Facebook-Protestevent)

Am U-Bahnhof “Bernauer Strasse” hat jemand die Forderung nach sicheren und legalen Möglichkeiten zum Grenzübertritt für Geflüchtete gesprayt:

“Seems to be interesting”: News of the Day

ARBEIT

DGB-Bildungswerk Thüringen veröffentlicht Broschüre >>In Albanisch, Arabisch, Dari, Russisch, Tigrinya und Türkisch – Basiswörter in Arbeitsrecht<<: “In diesem Rahmen entstand zusammen mit Sprach- und IntegrationsmittlerInnen eine kleine Sammlung einiger wichtiger Begriffe aus dem Arbeitsrecht mit Übersetzungen in Albanisch, Arabisch, Dari, Russisch, Tigrinya und Türkisch. Denn in der Arbeitswelt gibt es viele Begriffe, die nicht leicht verständlich sind. Diese Sammlung Basiswörter Arbeitsrecht bietet zwar keine arbeitsrechtlichen Informationen, soll aber dabei unterstützen, arbeitsrechtliche Begriffe leichter verständlich zu machen, auch wenn deutsch nicht die Muttersprache ist. Des Weiteren kann die Sammlung für Aktive in Betriebsräten, Gewerkschaften oder ehrenamtlichen Initiativen hilfreich sein, um neue Kolleginnen und Kollegen über ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu informieren. Denn
nur gemeinsam können wir erkämpfte Standards verteidigen und dem Recht zur Durchsetzung verhelfen” –> LINK

BILDUNG

“Am Mittwoch streiken in Berlin Lehrer und Erzieher – und nicht nur die
Die Gewerkschaften rufen zum ganztägigen Warnstreik auf. Viele Schulen und Kitas in Berlin könnten komplett geschlossen bleiben” –> LINK

DIGITALES

“In Berliner U-Bahnen und Bussen sind so viele Kameras installiert, dass bei jeder behördlichen Anfrage im Schnitt 13 Stunden Bildmaterial geliefert werden. Nun kam heraus, dass die neuen Kameras sogar Mikrofone haben, mit denen die Fahrgäste belauscht werden könnten. Bürgerrechtler sind empört.” –> LINK

[ENGLISH] “Artificial intelligence is coming to your inbox. A Finnish company has rolled out a new product that lets potential employers scan the private emails of job applicants to determine whether or not they would be a good fit for the organization. The company, Digital Minds, portrays its offering as something innocuous. If applicants give their consent, what’s the harm? The truth is: We don’t know the answer to that question. And that’s what makes new, potentially intrusive and discriminatory technologies like this one so scary.” –> LINK

[ENGLISH]

FEMINISMUS

Hamburger Feminist*innen posten eine Transpi-Info-Reihe zum Frauen*Streik 2019:

LINKE GESCHICHTE

Biographisches zum 80. Geburtstag: “Sie ohrfeigte einen deutschen Bundeskanzler und spürte Nazi-Verbrecher auf. Die gebürtige Berlinerin Beate Klarsfeld kämpft mit ihrem Mann Serge seit Jahrzehnten gegen das Vergessen.” –> LINK

MUSIC

Wiederentdeckt: The Cure – Close to me (1990)

STADT

Die “Deutsche Wohnen enteignen”-Kampagne feiert einen Erfolg nach dem Nächsten…nun auch in der liberalen Hauptstadtpresse angekommen 😉

UMWELT

“Nationale CO2-​Abgaben gelten in der Wissenschaft als wirksames Steuerungsinstrument, um den Klimaschutz voranzubringen. Wie können sie so gestaltet werden, dass auch ärmere Menschen von ihr profitieren? Und welche Durchsetzungschancen hätte eine solche Lösung? Christiane Schulzki-​Haddouti hat für KlimaSocial bei Oliver Krischer, dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag, nachgefragt. –> LINK

“Zu dumm zum abschieben”

Heute zynische Frage der BILD auf dem Frontcover, die mich sprachlos macht: “Sind wir zu dumm zum Abschieben?”.

Ich würde als Antwort sagen: ja, ihr “Abschiebefreunde” seid “dumm”, aber im Sinne von globalgeschichtlich ungebildet und dadurch auf eine “deutsche privilegierte Perspektive” abonniert. Bildung hilft einem da oft weiter, den eigenen Horizont zu erweitern.

Euer gefühlter “Mangel an Abschiebefähigkeit” zeigt aber vor allem, dass es Euch an zwischenmenschlicher Empathie mangelt. Für mich sind Fragen wie “sind wir zu dumm zum abschieben?” Ausdruck einer zynisch-kalten, rassistischen Haltung. Jeden Tag sterben Leute im Mittelmeer, werden Familien, Freund*innen durch eine passiv-aggressive europäische Grenzpolitik umgebracht.

In diesem Prozess eine positive politisch-bürokratische Kompetenz darin zu sehen, Leute nach der lebensgefährlichen Überquerung des Mittelmeers “richtig abzuschieben”, d.h. Leute in Unsicherheit, Krieg, Tod, Vergewaltigung und Hunger zurückzuschicken, entbehrt jeder humanistischen, menschenrechtlichen, internationalistischen oder solidarischen Grundlage.

Es ist der schlichte Glaube an die Richtigkeit der eigenen privilegierten Existenz, der so einen deutsch-nationalen Schwachsinn entstehen lässt. Kombiniert mit dem in der deutschen, politischen Kultur tief verankerten Glauben an die immanente Richtigkeit bürokratischer Prozesse, der auch schon den Holocaust und die “Banalität des Bösen” begünstigt hat, entstehen einfache Fragen mit brutaler Schlagkraft.

Um es klar zu sagen: das individuelle Glück der refugees ist wichtiger als Euer Glaube an den “fairen”, kapitalistischen Wettbewerb neoliberaler Subjekte, Eure plumpe Absicherung westlich-europäischer Privilegien, Eure bürokratische Eitelkeit und Eure homogen-imaginierte, nationalstaatlich verfasste und repressiv abgesicherte Grenzordnung.

Urteil im NSU-Prozess

Gestern wurde das Urteil im NSU-Prozess gefällt und ich sammele nun ein paar Quellen zusammen, die das Ganze einordnen sollen:


1. Die Pressekonferenz der Überlebenden und Angehörigen der NSU-Mordserie und ihrer Anwält*innen.


2. Ein Interview mit dem Anwalt Yavuz Narin, der die Familie des Münchner Mordopfers Theodoros Boulgarides vertrat.

Narin verweist darauf, dass er bereits lange vor den “Sicherheitsbehörden” gesicherte Erkenntnisse hatte, dass die in der Öffentlichkeit als “Döner-Morde” verhandelte Attentatsserie von Rechtsradikalen verübt wurde.

“Was haben Sie herausgefunden, als Sie 2011 zu recherchieren begannen?

Ich gelangte schnell zu dem Schluss, dass es sich um eine rechte Terrorzelle handeln muss, die auch für den Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße verantwortlich ist.

Wie gelangten Sie zu dieser Erkenntnis, während die Ermittlungsbehörden noch im Dunkeln tappten?

Zuvor hatte ich mich mit der britischen Terror-Gruppe „Combat 18“ beschäftigt. Sie war dafür bekannt, Ende der 90er-Jahre Nagelbomben-Anschläge gegen Minderheiten verübt zu haben. „Combat 18“ gilt als bewaffneter Arm des internationalen Neonazinetzwerks „Blood and Honour“. Und es ist kein Geheimnis, dass die rechte Szene in Deutschland damals maßgeblich von „Blood and Honour“ geprägt war.

Den Kölner Anschlag hatten mitteleuropäisch aussehende Männer durchgeführt. Sie fuhren mit Fahrrädern und wurden sogar von Überwachungskameras gefilmt. Auch bei den damals so genannten Dönermorden wurden mehrfach zwei Männer mit Fahrrädern beobachtet. Die Phantombilder der Verdächtigen glichen einander wie ein Ei dem anderen.”

Narin schildert zudem anschaulich die Belastungen der Familie Boulgarides durch die Anschuldigungen und Ermittlungen der “Sicherheitsbehörden”.

“Wie hat die Familie Boulgarides reagiert, als sich Ihre Recherche-Ergebnisse bestätigten?

Sie war darüber entsetzt, dass tatsächlich eine rechte Terrorgruppe hinter dem Mord an Theo Boulgarides steckte. Für die Angehörigen war unbegreiflich, dass sie öffentlich diffamiert wurden, obwohl die Behörden offenbar viel mehr über die Hintergründe der Anschläge und Morde wussten. Besonders belastend war für sie, dass die Medien wiederum die Informationen und Spekulationen der Behörden kolportierten und nicht hinterfragten. Wie auch bei den anderen Mordopfern war die These, dass es sich um Abrechnungen innerhalb eines kriminellen Milieus handelte. Daher geisterte der unsägliche Begriff der „Dönermorde“ herum, weil die meisten Mordopfer türkische Wurzeln hatten.

Was musste die Familie Boulgarides aushalten?

Einerseits mussten die Hinterbliebenen mit der Ermordung des Vaters und Ehemanns leben. Hinzu kam, dass die Familienmitglieder am Arbeitsplatz und an der Schule schwersten Beschuldigungen und Diffamierungen ausgesetzt waren. Frau Boulgarides verlor sogar ihre Anstellung aufgrund der öffentlichen Berichterstattung, nach dem Motto: Wenn der Ehemann kriminell war, wer weiß, wie lange die schon hier klaut.”

Meine 5 cents zur Bundestagswahl 2017

1. wir erleben keinen rechtsruck in den politischen einstellungen, sondern “nur” auf der ebene der politischen repräsentation durch parteien. alle sozialwissenschaftlichen studien zeigen, dass 15-20% der in deutschland lebenden leute konsolidierte rechtsradikale einstellungen haben.

2. mit der afd haben diese leute eine parlamentarische repräsentanz bekommen, die m.e. nicht als “protestpartei” abzutun ist, sondern eher die gefahr birgt, dass eine stabile, bisher nicht parteipolitisch offen repräsentierte gruppe ein “neues zuhause” gefunden hat.

3. der umgang von sarah wagenknecht mit dieser problematik ist mehr als beschämend. gestern mehrfach zu behaupten, das ergebnis der linken sei durch die nicht-thematisierung des geflüchteten-zuzugs gekommen, entbehrt jeder grundlage und verschärft die spaltungen innerhalb der außerparlamentarischen und parlamentarischen linken. die linke an bestehende rassistische ressentiments andocken zu wollen, unterschlägt die gestalterische aufgabe einer gesellschaftspolitischen linken, die im kritischen dialog mit der bevölkerung emanzipatorische perspektiven öffnet. und dieses in solidarischer absicht für alle, und nicht nur für die sich als bedroht fühlenden “deutschen”.

4. sarah wagenknecht muss von ihrem amt als fraktionsvorsitzende zurücktreten, oder zum rücktritt bewegt werden und kann gerne weiter in ihrem fachgebiet wirtschaftspolitik wirken. ihre rhetorischen und fachlichen qualitäten sind dort weithin unbestritten. eine intersektionale, internationalistische und solidarische linke kann sie jedoch nicht angemessen repräsentieren.

5. deutschland muss sterben. allen, die sich jetzt auf die “vermeintliche grösse”, “wirtschaftskraft” oder “demokratische stabilität” berufen, gehört aus einer linken perspektive offener widerspruch. wer die wehrmacht ehren und andersdenkende im völkischen zorn “jagen” will (gauland), wer deutsche privilegien wirtschaftspolitisch trotz aller sozialen krisen in südosteuropa verteidigt (merkel), wer die eigene bevölkerung im standortwettbewerb über die hartz-gesetze systematisch verarmen lässt (rot-grün), wer über tausende von kilometern geflüchtete an den deutschen grenzen erschiessen lassen will und plötzlich als “moderat” gilt (petry), dem kann nur demokratischer widerstand gelten.

#noafd #nonazis #